Samstag, 2. August 2014

Ikaria - meine neue Melodie

Einmal habe ich ein Buch gekauft - nur weil es einen geheimnisvollen Titel hat: "Ao tea roa - Insel der verlorenen Wünsche". - "Ao tea roa" habe ich tagelang vor mich hingesagt, gesummt, gejubelt. Ein bisschen spinnen darf ja jede.

Jetzt ist mir wieder der Name einer Insel vor die Füsse gefallen (ich bewahre zu Lesendes bodeneben auf): Ikaria. - Ikaria ist eine griechische Insel der Ägäis und hat rund 8000 Einwohner. Das Besondere? - Die Leute auf Ikaria werden durchschnittlich 10 Jahre älter als die Menschen im übrigen Europa. Das haben Forscher herausgefunden. Sollen uns die Gründe dafür erfreuen und anspornen!

Laut Ausagen von inselbewohnenden Alten und Uralten, die immer noch auf Bäume klettern und ihre Pfirsiche auch mit über 90 Jahren selbst pflücken, vergessen sie einfach zu sterben. Sie leben ohne Uhr (wer eine Uhr trägt, ist Tourist!). Sie leben mit der Sonne (die dort reichlich scheint), feiern oft und gern Feste und trinken genügend Wein. Gastfreundschaft ist ihnen heilig.

Eine Ärztin erklärt es so: die Leute auf Ikaria sind nicht glücklicher als Menschen anderswo, aber sie führen ein besseres Leben, weil sie aufeinander schauen, einander helfen, einander tragen in des Lebens Wechselfällen. Das Gemeinschaftsgefühl bewirkt, dass es auf Ikaria weniger Krebs, Herzinfarkte, Depressionen und Demenz gibt.

Welch schöner Brauch, alles stehen und liegen zu lassen, wenn Besuch kommt! Miteinander Kaffee, Tee und/oder Wein zu trinken. Bei jeder Gelegenheit aus dem Leben ein kleineres oder grösseres Fest zu machen. - Ikaria, Ikaria - meine neue Melodie!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen