Mittwoch, 15. Oktober 2014

Anachronismus oder nicht?

Gestern ein schöner Tag in Flüelen - heute ein schöner Tag in Winterthur. - Reto hat Geburtstag, also ist Feiertag von morgens bis abends. Trotzdem war ich in der Stadt und dort unter anderem in der Bibliothek. Ich habe nebst Essenseinkäufen ein 1000-seitiges Buch heimgetragen. Ein Buch, das ich früher als Theologin nicht nur gern gelesen, sondern gern auch besessen hätte. Aber ein Anachronismus ist, wenn es zeitlich nicht mehr passt. Das Buch kommt verspätet, aber ich habe es trotzdem ganz liebevoll heimgewiegt. Es ist der Kommentar zum Lukasevangelium von Eugen Drewermann. Und so (sprachlich schön) beginnt es, das Buch:

"Zur Feder greift nur, wer, dem Vogel Phönix gleich, sich über Zeit und Raum hinwegzuheben denkt. Da hat in früheren Tagen etwas sich begeben, das dem Vergessen nicht anheim gegeben werden darf; da ist in fernen Orten etwas auszurichten, das, unvermutet oder längst erwartet, von Belang sein sollte."

Ich freue mich auf 1000 Seiten Drewermann. Ich werde langsam und mit Genuss lesen, obwohl. - Obwohl was eigentlich?

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