Donnerstag, 10. Mai 2018

Angesagt ist angesagt

Gestern war ich erfüllt vom Konzert des Musikkollegiums Winterthur. Heute ist ein anderer Tag. Trotzdem zuerst zum Konzertmeister von gestern: Er heisst Roberto Gonzalez Monjas. Das ist ja schon fast ein Gedicht - so ein Name! - Aber auch so ein Mann! So ein Künstler! Und so lebendig! - Er spielte das "Violino piccolo", von dem ich nicht einmal wusste, dass es existiert. - Dieses kleinere Instrument, nicht etwa eine Kindergeige, erlaubt Doppelgriffe in anderen Tonarten als sonst. Aber diese Doppelgriffe habe ich kaum wahr genommen, dafür die unglaubliche Geschmeidigkeit, Lebendigkeit des Künstlers. Er spielte auswendig und hatte so zusätzlich die Möglichkeit, mit den anderen Musizierenden zu kommunizieren "unterwegs". Er schaute sie an, lachte sie an, bewegte sich auf sie zu, strubbelte dem Dirigenten die Haare und war eigentlich immer in Bewegung. Phänomenal! - Aber heute ist ein anderer Tag. Ich habe die letzten Briefe meiner Briefschublade sortiert - und bin mehrmals sehr berührt worden, habe oftmals gelacht und habe mich sehr gefreut über alte Briefe. Besonders über solche von meinem Götti.

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