Sonntag, 6. April 2014

Die Züge sind voll

Wir reisen oft und immer mit ÖV. Gestern sind wir zu einer Beerdigung nach Realp gefahren. Um sechs Uhr fünfzehn ab Oberwinterthur. Es hatte schon sehr viele Leute auf dem Perron. Sieben Uhr nulleins ab Zürich. Und es hatte viele Leute im Zug. Später im Zug von Göschenen nach Realp mit Halt auf Verlangen. Viele Leute im Zug. - Und so ist es eigentlich immer. Reto wagt schon gar keine Prognosen mehr zu stellen. Früher sagte er: "Um diese Zeit hat es sicher nicht viele Leute im Zug." Jetzt schauen wir uns nur an, ABER WIR DENKEN NICHT AN DIE UNSÄGLICHE MASSENEINWANDERUNGSINITIATIVE, die wir verloren haben. Wir finden Leute spannend. Wir tauschen auf dem Fussweg am Abend aus, wer uns weshalb aufgefallen ist. So unsäglich viele Leute, und niemand doppelt oder dreifach!

Gestern sind uns aufgefallen:
  • Die alte Dame mit der Dächlikappe, deren Gesicht plissiert ist (Falten noch und noch)
  • Ihr Partner, der neben mir sass, nein, nicht sass, sondern "umegrangget het" (sich dauernd bewegte), dass ich echli (ein bisschen) nervös wurde
  • Die Damengruppe mit den Flöten, die mit viel Gepäck in Andermatt ausstiegen; ob sie dem Sawiris den Flöten-Marsch bliesen?
  • Die Frau, die sich über UNSER feucht-nebliges Wetter beklagte - bei ihnen im Wallis sei es immer viel schöner als bei UNS (die "Tschättere" weiss ja gar nicht, wo wir hingehören)
  • Der Mann, der in einem Buch las und mich öfter anschaute und ich ihn (psssst, nicht Reto sagen!)

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